Mehr Infos

Der perfekte Partner

Den richtigen Partner finden

Im Zeitalter der Globalisierung und der offenen Grenzen verschwimmen leider auch die Anforderungen an die Gewerke. So gibt es in Deutschland für viele relevante Berufe wie Elektriker, Gas-Wasser-Installateur, etc. Zulassungsbeschränkungen, die unter anderem einen Meistertitel für eine Gewerbe-Anmeldung erfordern, für einige andere jedoch nicht.

In vielen Berufen drängen europäische Firmen nun auf den deutschen Markt, um Ihre Dienstleistungen anzubieten. Diese entsprechen allerdings nicht dem deutschen Standard (Stand der Technik). Für Sie als Kunden kann das schnell zum Problem und nach der Ausführung teuer und ärgerlich werden. Ausländische Firmen auf Nachbesserung zu verklagen, ist wenig erfolgreich und wird häufig auch nicht von den Rechtsschutzversicherungen übernommen. Wenn diese Firmen überhaupt juristisch greifbar sind, so dürfen Sie nicht vergessen, dass sich solche Prozesse über Jahre ziehen können.

Auch hier in Deutschland und speziell in unserer Branche „Schwimmbad – und Poolbau“ darf eine Fachfirma nicht mit einer Firma gleichgesetzt werden, die eine einfache Umsetzung verspricht, aber nur über wenig notwendiges Know-how verfügt. Ganz im Gegenteil – falsche Ausführung und Planung einer Poolanlage trübt nicht nur ungemein das Badevergnügen, sondern erhöht auch die notwendige, regelmäßige Arbeit am Eigenheim und kann sogar lebensgefährlich werden!

Weitere Probleme trotz EU Normen

Nach Jahrzehnten hat die europäische Kommission diese Problematik nun endlich erkannt und zumindest seit 2017 EU-Normen unter dem Aspekt der Sicherheit als Grundlage für die Erstellung von privaten Poolanlagen aufgesetzt. Nach deutschem Recht sind hier ansässige Unternehmen dazu verpflichtet, nach dem Stand der Technik zu arbeiten (EU/DIN Normen). Aber wie sieht es mit ausländischen Unternehmen aus? Und wie verhält es sich, wenn die Unternehmen nur das Produkt verkaufen und die Montage durch ein Drittunternehmen erfolgt?

Wie Sie bemerken, gibt es nach wie vor viele Schlupflöcher und die Endverbraucher sind noch immer die Leidtragenden.

Ein weiteres Problem gilt es zu beachten: Durch das günstige Baugeld (niedrige Zinsen) und die Corona-Krise, welche Urlaubsreisen erschwert, ist der Wunsch nach Investition ins Eigenheim gestiegen. Ganz besonders, da ein Pool (sofern richtig ausgeführt) nicht nur dazu beiträgt, ein eigenes Paradies zu schaffen, sondern eine Immobilie auch attraktiver werden lässt und somit den Wert steigert, wenn diese einmal verkauft werden sollte. Daher sprießen natürlich viele „Schwimmbadbauer/Poolbauer“ nur so aus dem Markt hervor – ohne Erfahrung und Kompetenzen und sie haben durch eine fehlende Regulierung in diesem Branchenbereich leichtes Spiel. Es werden Produkte angeboten und verkauft, die nicht im Entferntesten dem Stand der Technik entsprechen und teilweise gesundheitsgefährdend sind.

Wie können Sie nun sichergehen, den richtigen Partner zu finden?

Die Planung eines Poolprojektes ist ein komplexes Thema, deswegen sollte bei der Wahl des Partners auf folgende wichtige Punkte geachtet werden:

1.) Die geografische Auswahl

Mittlerweile gibt es viele Anbieter auf dem Markt, die online Ihre Produkte verkaufen und diese teilweise vor Ort von unqualifizierten Unternehmen montieren lassen.

Das Problem dabei ist folgendes:

      • Die regionalen Montagepartner machen dies oft nur als Nebengewerbe, ohne die notwendige Kompetenz oder die Geräte zur Installation und Prüfung zu besitzen. Dies ist häufig daran zu erkennen, dass keine ausführliche Dienstleistungsbeschreibung angeboten wird (z.B. Druckprüfung).
      • Die Händler können die Normen umgehen und sind nicht dazu verpflichtet, nach Stand der Technik zu arbeiten (z.B. eine ressourcensparende Auslegung/Projektierung). Das ist häufig daran zu erkennen, dass nur zwei Einlaufdüsen oder standardisierte Technik angeboten werden.
      • Ein weiteres Problem ist, dass nicht auf Anhieb regionale Partner genannt werden können oder diese nur ein intransparentes Angebot (siehe „ausführliches Angebot“) oder irreführende „pauschale Angebote“ abgeben, die häufig nicht eingehalten werden.

Sofern Sie direkt bei einem Hersteller oder einer Zentrale Ihre Produkte bestellen, vergewissern Sie sich, dass die Artikel den Stand der Technik repräsentieren und die örtlichen Montagepartner auch langfristig Reparaturen/Wartung übernehmen können. Außerdem sollten die örtlichen Ansprechpartner auch Referenzen aufweisen können. Am optimalsten sind regelmäßige Schulungen der örtlichen Montagepartner, die auf die Produkte des Anbieters abgestimmt sind.

FAZIT: Wenn der ausgewählte Anbieter keine regionalen und nachweislich kompetenten Partner hat (siehe Angebot) – FINGER WEG!

2.) Die Beratung

Bereits beim ersten Schritt sollten Sie darauf achten, ob nach Ihren Bedürfnissen gefragt wird oder ob nur versucht wird, Ihnen ein Produkt aufzuschwatzen. Viele Betriebe, die selbst keine Kompetenz besitzen, reduzieren Ihr Angebot auf ein Bausystem oder gar nur auf eine Produktgruppe, verzichten somit auf Weiterentwicklungen und können nur in seltenen Fällen eine Ausführung nach Stand der Technik garantieren.

Sehr häufig findet man folgende Aussagen bei diesen Betrieben:

      • „Unser Produkt ist das einzige, das diese Eigenschaft besitzt“
      • „Wir sind die einzigen, die dieses Produkt haben“
      • „Wenn Sie ein anderes Produkt/einen anderen Anbieter wählen, werden Sie das teuer bezahlen“

Gerne wird auch mit Angst gearbeitet:

      • „Andere Produkte sind gesundheitsgefährdend“
      • „Das Produkt X von Anbieter Y ist schlecht für Sie und Ihre Kinder“

Teilweise werden für solche Aussagen nicht stichhaltige oder unwahre Argumente geliefert. Aus Erfahrung können wir Ihnen sagen, dass sich bis jetzt keine dieser oder ähnlicher Aussagen durch empirische Quellen haben bestätigen lassen.

FAZIT: Wenn der gewählte Anbieter nur eine Bauart oder nur ein Produkt anbietet – FINGER WEG! Er kann dadurch nicht auf Ihre individuellen Bedürfnisse eingehen.

3.) Ein ausführliches Angebot

Sie investieren eine hohe Summe, um sich ein eigenes kleines Paradies zu erschaffen und den Wert Ihres Eigenheimes zu steigern. Ein Poolprojekt besteht aus unzähligen Einzelkomponenten und verschiedenen Dienstleistungen, die kundenspezifisch geklärt werden müssen.

Bekommen Sie ein Angebot, das nur 1-3 Blätter hat – FINGER WEG!

Transparenz ist das A und O – je weniger Informationen im Angebot enthalten sind, desto mehr Spielraum hat der „Poolbauer“ in der Auslegung der Produkte. Das ist natürlich umso schlechter für Sie als Kunden.

Ein typisches Vorgehen solcher Betriebe ist, dass Produkte fehlen oder weitere Dienstleistungen notwendig sind. Entweder können Sie dann während der Bauphase die teuren Zusatzaufträge bestellen und bezahlen oder die Betriebe stellen Ihre Arbeit bei Ihnen ein. Somit stehen Sie dann mit einer halbfertigen Anlage alleine da.

FAZIT: Angebote für eine Poolanlage sollten aufgrund transparenter Ausführung und zu Ihrer Sicherheit nicht unter zehn Seiten betragen (je nach Produkt).

4.) Termine vor Ort

Natürlich sind persönliche Gespräche immer sympathischer als telefonische oder schriftliche Korrespondenz. Verzichten Sie jedoch darauf, vor der Beratung und Angebotserstellung einen Termin vor Ort zu vereinbaren.

Häufig haben wir schon von unseren Kunden die Information erhalten, dass die Angebotspreise entsprechend der Wertigkeit der Immobilie ausgefallen sind. Auch dies ist eine beliebte Masche. Anstatt auf Ihre Wünsche einzugehen, wird dann gerne auf Grundlage der finanziellen Einschätzung der Kunden ein Angebot abgegeben.

      • Das ist häufig daran zu erkennen, dass teilweise sogar überhaupt kein Angebot abgegeben wird oder erst nach mehrmaliger Anfrage.

Für den Poolbauer sind örtliche Voraussetzungen zur Erstellung eines Angebotes erst einmal nebensächlich. In erster Linie geht es um die richtige Kombination aus Produkt, Ausstattung und Preis. Erst wenn diese Basis steht und es um den Einbau geht, sind die örtlichen Gegebenheiten relevant. Damit verhindern Sie, dass Sie über den Tisch gezogen werden oder als Bittsteller da stehen.

FAZIT: Verzichten Sie auf örtliche Termine vor der Angebotserstellung und wenn Sie kein Angebot erhalten haben oder erst nach mehrmaligem Nachfragen – FINGER WEG!

5.) Schlüsselfertige Projekte/ „Alles aus einer Hand“ /Nebengewerke

Mit der Wahl des Poolproduktes und dessen Montage ist es noch nicht getan. Für den Einbau und die Funktion sind einige Nebengewerke zu organisieren und anzufragen. Keiner kann ein Profi für alles sein, deswegen lassen Sie sich nicht beirren, wenn man Ihnen weismachen möchte, dass alle Arbeiten mit eigenem Personal ausgeführt werden!

Das häufigste Problem liegt darin, dass die meisten Kunden bei „schlüsselfertigen Projekten“ einen Ansprech- und Zahlungspartner wünschen. Das bedeutet, dass diese Person hauptberuflich nichts anderes macht, als Projekte zu organisieren und die Schnittstelle zwischen dem Kunden und den Gewerken zu sein. Dies kann weder von einem Gartenbauer/Poolbauer/Verkäufer/Berater noch von einem Geschäftsführer dieser Gewerke übernommen werden.

Hierfür gibt es Profis, die wiederum wie auch die Nebengewerke selbst, nicht auf Abruf beim Poolbauer Gewehr bei Fuß stehen, sondern selbstständig arbeiten, gut organisiert sind und auch erst einmal beauftragt werden müssen.

5 nebengewerkliche Punkte

Bei dem Einbau eines Fertigbeckens fallen z.B. folgende fünf nebengewerkliche Punkte an (zuzüglich zu den projektspezifischen Punkten):

a) Alles rund um die Erde wie Aushub und Entsorgung
b) Bodenvorbereitung und Hinterfüllung des Beckens (je nach System mit Splitt, Beton, Thermotec, etc.)
c) Ringanker für die Umrandung
d) Kranentladung
e) Elektrischer Anschluss

Das sind nur die groben Basispunkte, die ein Projekt braucht, um funktionsfähig zu sein. Häufig hören hier die Arbeiten nicht auf, sondern gehen bei der Gestaltung der Umrandung bis hin zur Gartengestaltung weiter. Selbst nach langjähriger Erfahrung in der Branche lernen wir immer noch jeden Tag dazu und werden auch stets wissbegierig bleiben. Allerdings konzentrieren wir uns auf unser Segment des Poolbaus und vermeiden, dieses nur halbherzig auszuführen, um dafür aber alles zu machen. Wenn Sie folgende Aussagen hören, sollten achtsam sein, nicht den falschen Partner zu wählen:

      • „wir machen alles“
      • „wir haben für alles eigene Fachleute“
      • „schlüsselfertig ist kein Problem“
      • „bei uns ist alles inklusive“
      • „wir arbeiten mit Pauschalen“

Niemand kann alles und die ökonomische Realität erlaubt es nicht, dauerhaft Personal verschiedener Gewerke auf Abruf zu halten. Wir versuchen so transparent wie möglich zu arbeiten; entsprechend steht Ihnen frei zu wählen:

a) Sie kümmern sich als Kunde nach unseren Vorgaben eigenständig um die Nebengewerke. Wir betreuen Sie natürlich auf diesem Weg.

oder

b) Wir vermitteln Ihnen die nebengewerklichen Firmen und eventuell einen Bauleiter

oder

c) Wir beauftragen einen Bauingenieur/Bauleiter, der Ihnen als einziger Ansprechpartner von Anfang bis Ende zur Verfügung steht.

FAZIT: Wenn Sie ein Projekt „schlüsselfertig“ in Auftrag geben möchten, lassen Sie sich explizit schriftlich versichern, dass dies von einem Profi übernommen wird und nicht von irgendjemandem aus dem Garten-Landschaftsbau oder Poolbereich, der nur dann zur Verfügung für Sie steht, wenn er mal Zeit dafür hat!

Leave a comment

Cookie-Einstellungen